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WARUM GIBT ES EINEN GIRL’S DAY?
 

Weil wir Männer nicht verstehen was Girls an Zahnarzthelferin oder Verkäuferin denn so gut finden und warum bei unseren Ingenieurpartys immer Frauenmangel herrscht.

Die Girls haben viel besserer Noten und höhere Bildungsabschlüsse als wir, also auch mehr Abiturienten. Aber auf einmal überlassen sie uns das Feld der interessanten Berufe und wählen massenweise sogenannte Sackgassenberufe.

Von den 360 zur Verfügung stehen Lehrberufen stürzen sich satte 53,1% auf nur 10 Berufe. In Österreich fühlen sich sogar mehr als die Hälfte der Girls zur Einzelhändlerin, Friseurin & Perückenmacherin und Bürokauffrau berufen und das obwohl es die riesige Auswahl von 257 Lehrberufe gibt. Aber auch die akademischen Schwestern haben nichts Besseres im Kopf als sich in die Hörsäle der Psychologie und Pädagogik zu drängeln.

Warum wird denn keine Mikrotechnologin, Lighting-Designerin oder Materialingenieurin?

Das wir uns richtig verstehen, es gibt keine schlechten Berufe, alle sind hervorragend - wenn sie zu uns passen. Aber das erklärt noch lange nicht den massiven Run der Girls in die Sackgassenberufe.

Ich bin Ingenieur und das war eine Fehlentscheidung. Ich hatte mir seinerzeit überhaupt keine Gedanken über andere Möglichkeiten gemacht, leider. Meinen Beruf habe ich nur 7 Jahre ausgeübt und seit 24 Jahren beschäftige ich mich ausbildungsfremd.
Es ist deshalb auch gar nicht meine Absicht Girls in Ingenieurberufe zu zwängen, aber ich will, dass sie nicht den gleichen Fehler machen wie ich und sich bei der Studien- & Berufswahl nur auf „ihre“ Berufe konzentrieren. Denn diese geschlechtsspezifische Einschränkung ist völlig falsch.

Eine erfolgreiche Berufswahl ist die Basis für den Rest unseres Lebens. Je mehr Bildung wir haben, umsomehr Möglichkeiten können wir nutzen. Wir werden eventuell einige Jahre im Ausland arbeiten, uns selbstständig machen, eine Familie gründen, Kinder bekommen, uns politisch betätigen, Mitmenschen helfen oder uns vor Gericht verantworten müssen. Das alles kann man mit Bildung viel besser meistern.

Linda, eine sehr gute Freundin von mir, hat zwei Kinder. Beide sind tolle Schüler aber als der Wechsel auf die höhere Schule anstand, hat sie sich für die Realschule entschieden. „Ich habe nur Hauptschule und wenn ich sie auf Gymnasium geschickt hätte, könnte ich ihnen gar nicht helfen.“ Macht Sinn, aber hat sie ihren Kindern Chancen verbaut?

Ich weiß es nicht, aber eines weiß ich, Bildung schafft Möglichkeiten und deshalb sollte man sich überlegen ob es wirklich ein Sackgassenberuf sein muss.




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