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OHNE INTERESSEN KEIN ERFOLG
 

Ob der Schuster oder der wissenschaftliche Mitarbeiter, völlig egal, alle unterliegen den gleichen Gesetzen: Wenn man an seiner Arbeit kein Interesse hat, wird auch der Erfolg ausbleiben. Leider betrügen sich viele Menschen selbst um ihren Erfolg indem sie den Mut zum Wechseln nicht aufbringen.

Mein Schuster hat gewechselt. Peter arbeitete jahrelang als einer unter vielen und stellte Maßschuhe her, allerdings immer das gleiche Modell. Jetzt repariert er Schuhe und ist der beste Schuster in der Stadt, jeder rennt hin, alle sind glücklich.

Etwas ganz anderes erfuhr ich bei meinem Besuch in einem der renommiertesten Forschungsinstitute Deutschlands. Mein Freund ist Kybernetiker und promoviert dort. Er ist natürlich ein toller Hecht, hatte schon als Student den für ihn richtigen Fachbereich gewählt und seine Diplomarbeit an einer Uni in den USA geschrieben. Seine Promotion war die logische Folge seiner Karriere.

Aber er klagte, vor allen über Studenten, die am Institut ihre Studien- oder Diplomarbeiten erstellen. „Da habe ich einen Superschlauen“, erzählte er mir, „aber was der so abliefert reicht nicht einmal für die Berufsschule.“ Völlig überrascht war ich, als er mir sagte, dass er mit dem Studenten bereits darüber gesprochen und ihn gewarnt hatte, aber sich nichts änderte. Jetzt ist mein Freund fast so weit, den Studenten gegen die Wand fahren zu lassen.

Ganz anders ein normal begabter Student. Dem fällt zwar die wissenschaftliche Arbeit schwer, aber er hat Interesse. „Wenn ich am Sonntag einen Versuch fahren muss, dann ist er da, kein Murren, voller Einsatz“, lobte mein Freund.

Fazit: Der höchste IQ ist wertlos, wenn das Interesse fehlt. Ja, man muss sogar an der Intelligenz zweifeln, wenn ein Mensch seine Zeit mit etwas verbringt, woran er gar kein Interesse hat. Da lobe ich mir meinen Schuster, er zeigt auch ohne akademische Bildung, dass es im Leben auf einen authentischen Lebensstil ankommt und den kann man nur leben, wenn man seine natürlichen Interessen in den Mittelpunkt stellt.




09/01 Grenzenlose Wissensgesellschaft | Studieren lohnt sich