Sie sind hier: Infos Newsletter  
 INFOS
Video-Galerie
My Story
Newsletter
News+News+News
Vortragsthemen
Links
Presse

CHANCE ÜBER CHANCEN
 

In der Optischen Technologie herrscht Nachwuchsmangel. Es gibt weder genügend Führungskräfte noch Facharbeiter. Der Hauptgeschäftsführer vom Industrieverband Spectaris[1], Herr Seven Behrens, bezifferte im Jahr 2002 die Zahl der fehlenden Mitarbeiter auf über 10.000.

Seine Klage blieb nicht ungehört. Zwei Jahre später startete die Bundesregierung[2] eine Großoffensive und die Bundesagentur für Arbeit hat zwischenzeitlich auf ihrer Internetseite unter KURS ( http://infobub.arbeitsagentur.de/kurs/index.jsp ) 61 Bildungsziele für den Bereich optische Technologien aufgelistet.
Man erwartet, dass die Branche in den nächsten 10 Jahren um jeweils 10% wachsen wird und das bis 2010 allein in Thüringen 5.800 Nachwuchskräfte gebraucht werden.

Willi Fuchs, Direktor des Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) beklagte in seinem Vortrag zum Thema „Leuchtzeichen – Elektronik & Optik“ den Mangel an Ingenieurnachwuchs in den Zukunftstechnologien. Dadurch gehen der Wirtschaft 50.000 Arbeitsstellen und eine Wertschöpfung von 2,5 Milliarden Euro verloren.[3]

Die Plasmatechnik kann da nur zustimmen. Hier ist Deutschland neben den USA und Japan Weltmarktführer. Der Beschäftigungszuwachs war rasant und derzeit sind in dieser Industrie rund eine halbe Million Menschen tätig. Weiteres Fachpersonal wird gebraucht. Ohne Plasmatechnik wären weder die Hochdruckdirekteinspritzung bei Dieselmotoren noch die wärmedämmende Großflächenbeschichtung von Glasscheiben oder die energiesparenden Plasmalampen möglich.[4]

In der Altenpflege fehlen derzeit 20.000 Fachkräfte, und für den gesamten Bereich der Pflege wird prognostiziert, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre bis zu 2 Millionen (!!!) Fachkräfte fehlen werden.[5]

Neue Ideen, neue Märkte, neue Produkte, neue Herausforderungen. Der Bedarf an Nachwuchs ist enorm und die demografische Entwicklung wird diesen Mangel noch einmal erheblich erhöhen.
"Wir müssen Ausbildungsplätze sichern und neue schaffen, damit uns nicht schon in absehbarer Zeit 3,5 Millionen Fachkräfte fehlen“, erklärte Ministerin Bulmahn in ihrer Pressemitteilung vom 26.08.2004.

Chancen über Chancen. Deshalb sollten wir den Beruf wählen, mit dem wir uns auch identifizieren können, ganz egal was es ist. Wir sollten weder Angst vor Fehlentscheidungen noch vor Niederlagen haben. Das Leben ist lang und jeder Tag bringt neue Möglichkeiten. Wir sollten nur Angst davor haben, dass wir es nicht einmal versuchten uns unsere Träume zu erfüllen.

[1] http://www.spectaris.de
[2] Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 06.04.2004
[3] Bundesministerium für Bildung und Forschung vom 07.08.2004
[4] VDI Technologiezentrum, Frau Dr.-Ing. Karin Reichel
[5] Bundesministerium für Berufsbildung Nr. 22/2004




Viele Chancen, wenig Nachfrage | Ziele erreichen