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SCHAUSPIELER |
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Internetcafe SIT in Graz. Durch ein gestyltes Cafe kommt man in einen Raum, der an ein römisches Amphitheater erinnert. Auf den Gallerin stehen 25 Computer und warten auf die Akteure. Der Laden ist gut besucht, die Stimmung ist locker. Die Kellner haben Schichtdienst und sind so verschieden wie die Farben des steirischen Herbstes.
Einer von ihnen fiel mir schon lang auf: Immer gut drauf, immer hilfsbereit und immer schnell. Als er mit einem Kunden sein amerikanisches Englisch schmetterte, sprach ich ihn an.
"So ein Englisch lernt man auf keiner Schule, wo warst du denn in Amerika?" Er lächelte, wusste, wovon ich rede. "Toronto, und überall sonst in Amerika." "Lange?" "Sehr oft, immer in Trainingscamps, ich war Eiskunstläufer." Jetzt wurde mir einiges klar, hier hatte er seine Persönlichkeit her. "Wir kamen aus der ganzen Welt, Russen, Deutsche, Italiener und was weiß ich nicht alles, wir verständigten uns auf Englisch." "Läufst du noch?" "Nein, mein Rücken und meine Knie sind total kaputt." Das sagte er nicht grimmig oder um Mitgefühl werbend, nein, es lag fast ein Stolz auf seinen Lippen. "Bereust du's? Würdest du es noch einmal tun?" wollte ich wissen. "Jeden Tag wieder," kam es voller Überzeugung die Antwort aus seiner tiefen Stimme. Ich fragte, ob er ein kurzes Interview für meine web-page geben würde. Er stimmte sofort zu und holte einen Zeitungsbericht unter der Theke hervor. "Ein Mister erobert die Bühnenwelt," stand drauf. Der Artikel schaffte Klarheit. Er hieß Armin Withalm, war Österreichischer Junioren- und Vizestaatsmeister im Eiskunstlauf, erlernte verschiedene Kampfsportarten, hatte eine Tanz- und Modellausbildung und wurde vor 7 Jahren zum Mister Styria gewählt.
Vielfältig war auch sein Weg nach der Eislaufkarriere. Kellner, Barchef, Taxifahrer, Kaufhausdetektiv und Schauspieler waren die Stationen. Dort will er wieder hin. Nach verschiedenen Rollen im Theater lockt ihn das Fernsehen und der Film. Das hörte sich alles gut an. Armin hat sein Leben im Griff. Er sucht sich seine Ziele raus. Wenn er etwas macht, dann gibt er alles. Er weiß, dass Erfolg anders gar nicht möglich ist. Dabei ist es egal, ob man vor Tausenden von Zuschauern auf dem Eis tanzt, oder ein Mineralwasser serviert. Die Trophäe war nie das Geld, es ging um viel mehr, es ging um sein Leben.
Vielen Dank für das Interview und viel Glück Armin.
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Informatiker | Kellnerin
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