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MANAGERIN
 



 

In der Steiermark werden Träume wahr

Wenn man in einem Touristenort aufwächst, dann weitet sich automatisch der Horizont. Fremde Sprachen, immer wieder neue Freunde, andere Sitten und niemals lange Weile.
Deshalb ist es vielleicht auch gar nicht so ungewöhnlich, dass ich schon sehr früh meine Berufswahl getroffen habe: Ich wollte Managerin werden. Damals war ich sieben Jahre alt, genau der Zeitpunkt als ich mich im Urlaub spontan entschloss, ganz für mich alleine Italienisch zu lernen, praktizieren konnte ich es ja jeden Tag. Mit 12 begann ich als Skilehrerin in meinem Ort zu arbeiten, und mit 14 entschied ich mich für die BHAK, eine Bundeshandelsakademie, die neben einer Berufsausbildung auch gleichzeitig mit der Matura abschließt.

Eigentlich fand ich es nicht gut, dass man sich so früh für eine Richtung entscheiden muss, aber da mein Berufsziel weitgehend feststand, hatte ich auch keine wirklichen Probleme damit. Allerdings kam mir in der ersten Klasse auf einmal die Idee, doch besser Medizin zu studieren. Deshalb nahm ich privat Lateinunterricht. Diese Phase verschwand aber so schnell wie sie gekommen war.
Mit 17 kam ich dann aber wirklich in eine Krise. Ich wollte einfach nicht mehr weiter- machen, wollte die Schule schmeißen. Wollte von zu Hause weggehen und selbständig werden. Nun ja, ich hatte Glück, und konnte mich wieder fangen, und es ging schnell, da machte auch die Schule wieder Spaß!
Meine Italienischkenntnisse brachten mich sehr oft in dieses Land, und ich machte nebenbei auch ein Sprachzertifikat in Florenz.

Seit einem Monat habe ich die BHAK beendet, habe meine allgemeine Hochschulreife, meine Unternehmerprüfung und mein Diplom als Bürokauffrau.
Dennoch, von der Schule habe ich erst einmal genug und meinen Eltern will ich auch nicht länger auf der Tasche liegen. Eigentlich wäre eine Stelle in Italien logisch gewesen, aber ich bin in Spanien gelandet, denn hierher auszuwandern war schon immer mein Traum. Hier habe ich einen Halbjahresvertrag als Gästebetreuerin in einem 500-Betten-Hotel. Es gefällt mir ausgezeichnet. Das Hotel liegt direkt am Strand, und mein Spanisch kann sich so auf alle Fälle weiterentwickeln.
Ziele? Natürlich habe ich die!

Zurzeit bin ich noch in einen Steuerberater Fernkurs eingeschrieben und werde laufend an den Prüfungen teilnehmen. Nach einem Jahr will ich aber studieren, und zwar an der Fachhochschule in Tirol, Sport- Kultur- und Veranstaltungsmanagement nennt sich dieser Lehrgang und dauert vier bzw. sechs Jahre. Dieses Studium schließt mit einem Bachelor Degree ab und wenn ich noch Lust habe, dann setze ich auch noch den Master in Italien oder Spanien drauf.
Aber das ist zu weit in die Zukunft gedacht. Jetzt bin ich erst einmal in Spanien und genieße meine neuen Freiheiten.

Siempre adelante
Nadine




Sportlehrerin | Sozialpädagoge